Mühlen in
Mecklenburg-Vorpommern
- Mühlenstadt Woldegk -

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Seit Juli 2008 sind wir offiziell: MÜHLENSTADT Woldegk

Woldegk liegt am Fuße der höchsten Erhebung Mecklenburgs, dem Helpterberg mit 179 Metern, am Rande der landschaftlich reizvollen Mecklenburger Seenplatte.
Ihren Beinamen "Windmühlenstadt" verdankt sie den noch fünf existierenden Mühlen:

Museumsmühle (Buddesche Mühle)

Die Museumsmühle ist eine Erdholländermühle aus dem Jahre 1883 und seit 1952 außer Betrieb. An gleicher Stelle stand zuvor eine Bockwindmühle aus dem Jahre 1766. Otto Budde hatte die alte Mühle 1872 erworben und 1883 die neue aufgebaut.
Im Jahre 1993 erfolgte die Rekonstruktion und neue Dachschindel wurden angebracht. Zur Darstellung verschiedener Mühlenflügel erhielten die Flügel 1994 eine Segelbespannung.
Seit 1969 ist hier das Heimatmuseum mit umfangreichen Ausstellungen zur ur- und Frühgeschichte untergebracht. beliebt sind bei den vielen in- und ausländischen Besuchern die Mühlen- und Stadtmodelle. Die Überraschung: Wenn man aus eines der vier Mühlenfenster blickt, dann ist jeweils eine andere Mühle zu sehen.
Übrigens, ein geheimer, ganz besonderer Tipp für Heiratswillige:
Geben Sie sich Ihr Ja-Wort in der Museumsmühle bei einer zünftigen "Mühlenhochzeit" im Beisein des Müller's "Hundt".

Öffnungszeiten:
dienstags - freitags 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
und 13.00 Uhr - 16.30 Uhr
sonnabends, sonntags 14.00 Uhr - 17.00 Uhr

Telefon:

039 36 - 211 384
Führungen nach vorheriger Anmeldung auch für Gruppen
 
technische Daten der Mühle:
Durchmesser  des Flügelkreuzes:

22 Meter

Innendurchmesser der Mühle unten: 8 Meter
Durchmesser des Mahlsteins: 1,40 Meter
Gewicht des Mahlsteins: 1 Tonne
Umdrehungszahl des Mahlsteins je Minute: 100 - 120
Umdrehungszahl des Flügelkreuzes je Minute: 15 - 17

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weitere Infos: E-Mail: amt-woldegk@t-online.de  www.woldegk.de

"Mühlencafé"

Diese massive Turmwindmühle aus dem Jahre 1859, leider ohne Flügel, beherbergt heute das Mühlencafé Ramme, welches gern aufgesucht wird. Ein guter Kaffee wird in einer urgemütlichen und interessanten Umgebung serviert.

 

Öffnungszeiten:
Montag - Sonntag

11.30 Uhr

-

22.00 Uhr

Telefon:  039 63 - 210 852
E-Mail:  muehlencaferamme@web.de

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weitere Infos: E-Mail: amt-woldegk@t-online.de  www.woldegk.de

"Ehlertsche Mühle"

Die "Mühle Hans Ehlert" oder "Ehlersche Mühle" ist heute ein technisches Denkmal aus dem Jahre 1886, welche nach ihrem letzten Besitzer benannt ist. Seit 1926 ist die Mühle im Besitz dieser Familie, die bis 1970 in Betrieb war. 1985 verkaufte Hans Ehlert die Mühle an die Stadt. 1991 beginnt die umfangreiche Rekonstruktion, die seit 1988 vorbereitet wurde, zu einem technischen Denkmal. Seit 1886 gab es keinerlei bauliche Veränderungen, sodass das Innenleben dieser Mühle noch wie vor 100 Jahren erhalten ist. 1993 wurde das Mühleninformationszentrum fertig gestellt und originalgetreue Flügel angebaut.
Auf Wunsch und zu besonderen Anlässen wird hier das Schaumahlen durchgeführt.

 

Die drei Etagen der Mühle:
III. Etage: Aus dem Erdgeschoss befördert der Müller die Getreidesäcke mit dem Fahrstuhl in die 3. Etage und schüttet das Korn in den Einschüttrichter.
II. Etage: Das Getreide passiert die Reinigungsanlage. Dort werden mehrere Reinigungsgänge absolviert.
I. Etage: Das gereinigte Getreide gelangt zum Vorratsbehälter des Walzenstuhls (Mahlen durch zwei gegenläufige Walzen) bzw. in den Mahlgang (Mahlen zwischen zwei Mahlsteinen).
Erdgeschoss: Das Mahlgut fällt in die im Erdgeschoss befindlichen Sichtmaschinen und wird nach mehreren Durchgängen zu Mehl und Kleie.

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weitere Infos: E-Mail: amt-woldegk@t-online.de  www.woldegk.de

"Moulin Rouge"

Diese Mühle aus dem Jahre 1895 wird heute als Wohnhaus genutzt. Im Anbau befindet sich eine Töpferei, die die Familie Saalfeld handwerklich betreibt. Die Töpferwaren werden zum größten teil aus Ton hergesellt, der in de Feldmark um Woldegk herum gewonnen und selbst aufbereitet wird. Der Standort dieser Mühle ist auf dem Gotteskamp, daher auch die Bezeichnungen "Gotteskampmühle", "Töpfermühle" oder auch wegen ihrem roten Anstrich "Moulin Rouge" genannt.
Es werden hier auch Töpferlehrgänge durchgeführt und Besichtigungen sind ebenfalls möglich.

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weitere Infos: E-Mail: amt-woldegk@t-online.de  www.woldegk.de

"Fröhlcke Mühle"

Die "Fröhlcke Mühle", oder auch "Seemühle" genannt, aus dem Jahre 1887 ist ein doppelter Galerieholländer und mindestens die größte Mühle Norddeutschlands. Sie ist 26 Meter hoch und die Mechanik ist zum Teil noch vollständig erhalten. Eine Nutzung ist derzeit nicht gegeben.

 

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weitere Infos: E-Mail: amt-woldegk@t-online.de  www.woldegk.de

Woldegker Mühlen- und Heimatverein

Geschichten über Mühlen zu erzählen, heißt vor allem davon zu berichten, wer und unter welche Umstände den Mühlen nicht nur zum "Leben", sondern auch zum "Überleben" verhalfen.
Anfang der 60er Jahre im 20. Jahrhundert verloren viele Mühlen ihre Existenzberechtigung. In Woldegk sah das Schicksal der Mühlen nicht anders aus. da es sich jedoch um massiv gebaute Turmholländermühlen handelte, war der Zerfall nicht so schnell eingetreten. Ihre Eigentümer bemühten sich unablässig um den Erhalt. Karl Köhler verstand es in den folgenden Jahren immer wieder, interessierte Bürger im Mühlenaktiv zu motivieren, die Mühlen zu erhalten. Mit der Bildung der Interessengemeinschaft "Woldegker Mühlenensemble" im Jahr 1987 gelang ihm dabei ein großer Schritt. Denn nicht  nur unentgeltliche Arbeitsleistungen mussten erbracht werden, auch die in dieser Zeit weitaus schwierigere Materialbeschaffung galt es zu sichern.
Im Jahr 1990 gründete sich aus der Interessengemeinschaft heraus der Woldegker Mühlen- und Heimatverein e.V., dem Karl Köhler vorstand. Bei dem stark ausgeprägtem Heimatgefühl der Woldegker ist es nicht verwunderlich, dass sich der Verein bereits in den ersten Monaten einer starken Resonanz erfreute. Im Februar 1994 verstarb plötzlich der Vereinsvorsitzende Müllermeister Karl Köhler. In die Mühlensprache übersetzt hatte er doch wie die Königswelle alle Antriebe in Bewegung gesetzt. Seinem Andenken gerecht sieht der Verein im Erhalt der Einmaligkeit des Mühlenensembles und in der Pflege der heimatgeschichtlichen Bindungen seine Aufgaben. Eine wichtige Grundlage dazu war die 1994 abgeschlossene Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Woldegk und dem Woldegker Mühlen- und Heimatverein e.V.
Ansprechpartner des Mühlen- und Heimatvereins:
Amt für Kultur und Tourismus
Karl-Liebknecht-Platz 2
17348 Woldegk
Telefon: 039 63 - 25 65 40
Telefax: 039 63 - 25 65 45
E-Mail: amt-woldegk@t-online.de
www.woldegk.de

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Änderungen oder Zusätze zu den Mühlen werden dankbar entgegengenommen. Bitte senden Sie diese Informationen an: Pressebüro "MGB".
Ich danke besonders dem Amt Woldegk, Herrn Augustin, für die Unterstützung bei der Zusammenstellung der Mühlen in Woldegk und für die Überlassung der Informationsbroschüren, aus denen zum Teil der Text entnommen wurde. (Daten und Fakten stammen zum Teil aus der Sammlung von Karl Köhler, der Mühlenchronik von C. A. Lau sowie der Zeittafel Woldegk, Die Fotos und die beiden Wappen im Kopf auf dieser Seite wurden ebenfalls vom Amt Woldegk freundlicherweise zur Verfügung gestellt.)

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Copyright © M. - G. Bölsche, 19374 Mestlin  / letzte Aktualisierung: 24. February 2012